Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


rezension:einfuehrung_in_javafx_autor_ralph_steyer

Einführung in JavaFX, Autor Ralph Steyer

Java FX gehört die Zukunft, da sind sich die meisten Java Programmierer einig. Mit Java FX ist es nun endlich möglich auch hochmoderne Benutzeroberflächen unter Java zu programmieren. Benutzeroberflächen die hübsch aussehen, sich einfach bedienen lassen und zugleich noch per Designer (JavaFX Scene Builder) einfach zusammen klicken lassen. Nur die Codeanbindung ist noch nicht ganz so einfach wie in anderen Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen (z.B. Visual Studio) gelöst. Der eigentliche Entwurf geht aber mit dem aktuellen „JavaFX Scene Builder“ wirklich fantastisch einfach und ist meiner Meinung wirklich perfekt durchdacht! Leider gibt es derzeit kaum deutschsprachige Literatur zu Java FX, daher möchte ich einmal an dieses Buch vom Diplom-Mathematiker Ralph Steyer erinnern und dieses auch empfehlen. Ralph Steyer beschäftigt sich seit Jahren mit Java FX, also er kennt die verschiedenen Versionen und die Entwicklung von Java FX besser als die meisten Programmierer. Er hat auch schon mehrere Videokurse zu Java FX, Scene Builder oder der idealen IDE Netbeans veröffentlicht, man merkt jedes mal das er weiß von was er spricht! Leider ist das hier vorgestellte Buch schon ein wenig älter, allerdings erst 2014 in einer neuen Auflage erschienen. In dem Buch wird noch die Java FX Standard Version 2.0 behandelt, wobei der Hersteller von Java FX gerade dieses Jahr einen Sprung von Version 2 auf 8 gemacht hat. Aber keine Sorge, die Unterschiede sind nicht so groß wie es der Versionssprung vermuten lässt. Im wesentlichen sind die meisten Dinge weiterhin gültig nur halt zusätzliche Fähigkeiten wie z.B. 3D-Funktionen hinzugekommen. Möchte man sich mit Java FX vertraut machen, so macht dieses Buch noch immer Sinn, zumal mir kein deutschsprachiges Buch bekannt ist das sich derzeit intensiver mit Java FX oder gar mit der aktuellen Version 8 beschäftigt. Solche Bücher werden wohl ersten in den nächsten Monaten kommen oder man weicht auf amerikanische Titel aus.

Was mir in diesem Buch gefällt ist die Tatsache das der Autor auf den 350 Seiten sehr intensiv und sehr fachlich auf alle Elemente von Java FX 2 eingeht. Vor allem die Struktur und das Konzept wird eingehend erläutert. Zum zweiten beschreibt der Autor wie man Projekte mit der Oracle eigenen IDE Netbeans und dem Oracle Designer anlegt, ausbaut und verwaltet. Netbeans eignet sich vorzüglich für Java FX Anwendungen da es vom gleichen Hersteller stammt und somit alles ein wenig besser verzahnt ist als beispielsweise in Eclipse. Im ersten Kapitel widmet sich der Autor somit der IDE und dem grundlegenden Aufbau einer Java FX Anwendung. Er erläutert unter anderem wie ausführbare JAR-Dateien oder Web Start-Applikationen erzeugt werden. Im zweiten Kapitel werden einige nützliche Funktionen der IDE erläutert und beschrieben wo man die API-Dokumentation und Beispiele auf den Oracle Seiten findet. Im dritten Kapitel geht es dann um FXML und den Scene Builder. Hier werden auch die meisten Komponenten und Container wie Toolbar, Anchorpane, BorderPane, Tab-Strukturen, Tabellen u.s.w. angesprochen. Als Praxisobjekt wird ein Taschenrechner programmiert. Im vierten Kapitel geht es dann um den Inspector des Scene Builders, also um Eigenschaften, Properties und Style Sheets. Das Taschenrechner-Projekt wird ausgebaut und ein einfacher Bildbetrachter kommt als Beispiel hinzu.

Im fünften Kapitel beschreibt der Autor dann den genaueren XML-Aufbau der FXML-Datei, wie sie von Scene Builder erstellt wird, so lassen sich Änderungen auch direkt in der XML-Datei vornehmen was oft noch schneller geht. Im sechsten Kapitel wird beschrieben wir mal der Oberfläche mit Javascript, ganz ohne Java, leben einhauchen kann. Ein Thema das oft in anderen Werken ganz verschwiegen wird.

Im siebten und achten Kapitel geht’s dann um den eigentlichen Code einer üblichen Java-FX Anwendungen, also auch um die Ereignis-Behandlung in der sogenannten Controller-Datei.

Im neunten Kapitel geht’s dann um das Zusammenspiel von Swing und Java FX. Hier hat sich allerdings in Java FX 8 einiges geändert, darauf sollte man beim Lesen achten. Gleiches gilt für Kapitel 10 wo es um HTML-Content geht. In Kapitel 11 zeigt der Autor noch mal auf wie leicht sich Diagramme in Java FX erstellen lassen. Spezialitäten beschreibt der Autor im Kapitel 12. Darunter versteht er dynamische Steuerelemente, dynamische Datenstrukturen, Multithreading, Drag & Drop , ObserverMap und andere Besonderheiten.

Das letzte Kapitel enthält noch mal einen kleinen OOP-Kurs für Java Einsteiger . Hier werden nochmal Begriffe wie Klassen, Anonyme Klassen, Superklassen, Abstrakte Klassen usw. erläutert.

Fazit

Wie anfangs schon beschrieben kann ich dieses Buch Java FX-Einsteigern immer noch empfehlen, auch wenn es bereits eine aktuellere Java FX Version gibt. Schon deshalb weil es bislang keine deutschsprachige Alternative gibt, die Java FX ähnlich ausführlich behandelt, zumindest ist mir bislang kein Buch bekannt. Und alles über Internet-Seiten zu erarbeiten ist auch nicht jedermanns Sache, ein fundiertes buch wie dieses hat schon seine Vorzüge! Wünschen würde ich mir vom Autor und Verlag jedoch das er das Buch noch mal an den aktuellen Java FX-Standard 8 anpasst. Auch wirkt es zum Teil recht textlastig . Ein paar mehr praktische Beispielprogramme und mehr Screenshots würden dem Werk sicher gut tun. Der Aufbau einer kleinen Datenbankapplikation (z.B. simple Adressverwaltung) bei der man Mechanismen wie Eingabeüberprüfungen vorführen kann, würde ich in einem solchen Buch noch erwarten.

Klappentext

Das JavaFX-Framework gibt es schon seit einigen Jahren, hat aber mit den ersten Versionen fast nur noch den Namen gemeinsam. Mit der Version 2 hat JavaFX einen festen und ausgereiften Stand erreicht und wird als die kommende Technologie im Java-Umfeld angesehen, um leistungsfähige und moderne grafische Benutzeroberflächen (GUI) erstellen zu können. Dieses Buch stellt Ihnen dazu eine Vielzahl an neuen Widgets und Komponenten samt einem neuen Java-API vor, das Swing ablösen soll. Es zeigt Ihnen auch, wie Sie mit Hilfe des neuen APIs sowohl aus Java heraus, aber auch über einen neuen XML-basierenden Ansatz (FXML) samt einem visuellen Designer-Tool (Scene Builder) grafische User-Interfaces erstellen können. So können Sie sogar ohne Java-Kenntnisse eine leistungsfähige und moderne GUI erstellen.

Der Inhalt

Das Umfeld von JavaFX - Grundlagen zu Java - Einführung und Grundlagen zu JavaFX - JavaFX-Applikationen mit FXML - Java-Oberflächen mit XML und Web-Technologien - Der Scene Builder - Java-Oberflächen mit der Maus erzeugen - JavaFX UI

Die Zielgruppe

* Designer und Entwickler von grafischen Oberflächen für Software und RIAs * Java-Entwickler * Web-Entwickler * Umsteiger von Swing und dem AWT

Der Autor

Ralph Steyer ist Diplom-Mathematiker und seit 1996 im Bereich EDV-Schulung, Programmierung und Beratung selbstständig. Seine Spezialgebiete sind die Internetprogrammierung und OOP.

Über den Autor und weitere Mitwirkende Ralph Steyer ist Diplom-Mathematiker und seit 1996 im Bereich EDV-Schulung, Programmierung und Beratung selbstständig. Seine Spezialgebiete sind die Internetprogrammierung und OOP.

Daten

  • Taschenbuch: 361 Seiten
  • Verlag: Springer Vieweg; Auflage: 2014 (3. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 365802835
  • ISBN-13: 978-3658028350
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16,8 x 2,2 cm
  • Preis 24,99 Euro
  • Bezug: Buchhandel, Amazon etc.

Bei Amazon kaufen

rezension/einfuehrung_in_javafx_autor_ralph_steyer.txt · Zuletzt geändert: 02/02/2015 12:13 von programmierer